Helpline: 040 - 23 93 44 44  |  Montags und Donnerstags 9 - 18 Uhr, Dienstags 10 - 18 Uhr, Mittwochs 13 - 18 Uhr, Freitags 10-14 Uhr  |    

Für Menschen, die sich mit ihrem Spielverhalten oder dem Spielverhalten eines Angehörigen beschäftigen, stehen oft die zwei folgenden Fragen im Vordergrund:

Bin ich selber süchtig oder gefährdet? und - falls ja - Welche Hilfs- und Behandlungsangebote gibt es für mich?

Je früher Sie Hilfe in Anspruch nehmen, desto leichter wird es Ihnen fallen, einen Weg aus der Situation zu finden. Der beste Zeitpunkt, das Thema in Angriff zu nehmen, ist deshalb - jetzt.

Ein Gespräch in einer Beratungsstelle ist kostenfrei und vertraulich (keine Weitergabe von Informationen an die Justiz, den Arbeitgeber oder Angehörige)– es bleibt ganz alleine Ihnen überlassen, ob und welche Form der Unterstützung Sie in Anspruch nehmen wollen.

Für Menschen, die sich zum Thema Glücksspielsucht beraten lassen möchten – ob betroffen oder angehörig – gibt es in Hamburg unterschiedliche Angebote. 

Tipps für Angehörige von glückspielsüchtigen Menschen
Wenn Menschen die Kontrolle über ihr Spielverhalten verlieren, sind ihre Angehörigen immer mit betroffen. Zum Beispiel durch finanzielle Verluste und Schulden:

Ob jemand gefährdet ist, ein problematisches Spielverhalten zu entwickeln oder bereits als „glücksspielsüchtig“ gilt, lässt sich ganz genau nur in einem persönlichen Gespräch mit einer Fachkraft klären, zum Beispiel in einer Beratungsstelle in Hamburg.

Glücksspieler*innen haben in Deutschland die Möglichkeit, eine sogenannte Selbstsperre zu beantragen. Das bedeutet, dass jede Person sich selber von Glücksspielen ausschließen lassen kann.

Wenn Sie sich sperren lassen möchten…

… müssen Sie dafür einen Antrag stellen. Die Mindestdauer einer Selbstsperre beträgt drei Monate. Sie können aber auch eine längere Zeit festlegen. Dazu raten Fachleute vor allem Menschen, die eine Glücksspielsucht (Pathologisches Glücksspiel) entwickelt haben: Sie sollten eine deutlich längere Sperrdauer beantragen, da das Risiko eines Rückfalls – vor allem im ersten Jahr nach einer Therapie, aber auch noch in den Jahren danach – hoch ist. Eine Aufhebung der Sperre kann erst nach diesem vorher festgelegten Zeitraum beantragt werden.
Im Sperrzeitraum sind Sie dann für alle offiziell in Deutschland zugelassenen Glücksspiele gesperrt. Also zum Beispiel Angebote in Spielhallen (mit Geld- und Warenspielgeräten), Sportwetten, Spielbanken, einige Lotteriearten oder auch Online-Casinospielen.
Eingereicht werden muss der schriftliche Antrag entweder bei einem*einer Anbieterin von Glücksspielen, zum Beispiel dort, wo Sie zuletzt gespielt haben oder direkt bei der zentralen Stelle, die die bundesweite Sperr-Datei, das Sperrsystem OASIS, betreut.
Wir empfehlen den Sperrantrag direkt an die für das Sperrsystem OASIS zuständige Stelle zu schicken.

Alle weiteren Informationen zur Selbstsperre gibt es hier.

Neben der Selbstsperre gibt es die sogenannte Fremdsperre. Mit der Fremdsperre können zum Beispiel Glücksspielanbieter*innen Personen (bzw. Gäste, Kund*innen) sperren, von denen sie wissen oder annehmen müssen, dass diese „spielsuchtgefährdet oder überschuldet sind, ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen oder Spieleinsätze riskieren, die in keinem Verhältnis zu ihrem Einkommen oder Vermögen stehen (Fremdsperre) (§ 8a Abs. 1 GlüStV 2021) “.

Auch Angehörige bzw. Partner*innen von Menschen mit Spielproblemen können eine Fremdsperre beantragen.
Weitere Informationen zum Thema Spielsperren finden Sie hier.

Sie haben Fragen oder sind sich unsicher, ob eine Sperre für Sie bzw. eine angehörige Person sinnvoll ist?
Dann schreiben Sie uns oder rufen Sie die Hamburger Helpline Glücksspielsucht an:


Telefon: (040) 23934444
montags und donnerstags 09.00 - 18.00 Uhr, dienstags 10.00 - 18.00 Uhr, mittwochs 13.00 - 18.00 Uhr, freitags 10-14 Uhr (zum Ortstarif aus dem deutschen Festnetz). Die Helpline-Glücksspielsucht wird im Auftrag von SUCHT.HAMBURG betrieben vom LUKAS Suchthilfezentrum Hamburg-West.

Materialien von SUCHT.HAMBURG

Woran kann ich merken, ob ich glücksspielsüchtig bin oder nicht?
Für eine eindeutige Diagnose einer Glücksspielsucht ist ein Gespräch mit einer Fachkraft notwendig.