Seit wann gibt es Glücksspiele?

Überlieferungen zufolge wurde bereits im alten Ägypten, etwa 3000 Jahre vor Christus mit Würfeln gespielt. Das Würfelspiel ist eines der ältesten Glücksspiele.


Im 14. Jahrhundert wurden die aus Asien eingeführten Kartenspiele auch in Europa immer populärer, sie zählen bis heute zu den verbreitesten Gesellschafts- und Glücksspielen.


Das Lotteriespiel kam im 16. Jahrhundert in Europa auf – die erste Staatslotterie wurde übrigens im Jahr 1612 in Hamburg veranstaltet.


Geschichte des GlücksspielsDas Roulette wurde im 17. Jahrhundert in Frankreich erfunden, wenig später hielt es Einzug in Spielkasinos und ist seitdem fester Bestandteil des sogenannten Großen Spiels, zu dem beispielsweise Black Jack, Poker und eben Roulette gezählt werden. Übrigens: Auch Berichte von Menschen, die ihr gesamtes Vermögen verspielt haben, datieren weit zurück. Eine der bekanntesten und auch eindrücklichsten Schilderungen einer Glücksspielsucht ist Dostojewski in seinem Roman „Der Spieler“ (1867) gelungen.


Und heute?

Glücksspiele sind in nahezu allen Gesellschaften und Kulturen zu finden, auch in Deutschland sind sie weit verbreitet. Hätten Sie gedacht, dass es über 12.000 Spielhallen in Deutschland gibt und mehr als 24.000 Lotto-Annahmestellen (Jahrbuch Sucht 2011)?

Die Zahl der Geldspielautomaten in Gaststätten, Imbissen und Spielhallen wird auf über 200.000 geschätzt – damit ist ein solches Gerät für die meisten Menschen in erreichbarer Nähe und damit leicht verfügbar. Allein in Hamburg wurden im Jahr 2010 4.181 Geldspielgeräte in Spielhallen gezählt (vgl. Trümper). In den letzten Jahren ist die Anzahl der Geräte pro Spielhalle in der Hansestadt deutlich gestiegen.


Hinzu kommt, dass Spielhallen meist 23 Stunden am Tag geöffnet haben, Onlineangebote sind rund um die Uhr verfügbar. Für glücksspielsüchtige Menschen bzw. Personen mit problematischem Glücksspielverhalten stellt die hohe Verfügbarkeit dieser Spiele eine große Herausforderung dar, dem eigenen Spieldrang nicht nachzugeben.