Angehörige

Mit betroffen?

Spielsucht: Angehöirge sind oftmals ebenso betroffen wie der SpielerSpielsucht Hilfe in Hamburg. Nicht nur der Spieler benötigt Unterstützung. In vielen Fällen sind auch Angehörige mit der Situation völlig überlastet.

Wenn ein Mensch die Kontrolle über das Glücksspiel verliert, ist das Umfeld – in besonderem Maße die Familie, aber auch der Freundes- und Kollegenkreis – immer „mit betroffen“: Die Spielsucht trifft somit nicht nur die Spieler. Spielsucht betrifft auch deren Angehörige:

  • durch hohe finanziellen Verluste, etwa wenn schon zum Beginn eines Monats das Konto leer ist oder sich Schulden anhäufen. Neun Prozent der Glücksspielsüchtigen haben einen Schuldenstand von über 50.000 €. Dieses Geld fehlt für wichtige Anschaffungen in der Familie. Finanzielle Probleme sind außerdem ein häufiger Anlass für Streitereien in der Familie. Auch wenn sich der Spieler Geld leihen möchte, kann das die Angehörigen in Bedrängnis bringen – einerseits möchten sie helfen, andererseits befürchten viele zu Recht, dass das Geld verspielt und nicht zurück bezahlt wird.
  • wenn andere Lebensbereiche, wie die Familie und der Freundeskreis, aber auch Hobbys und andere Freizeitaktivitäten mit der Zeit immer stärker vernachlässigt werden. Ganz besonders leiden Kinder darunter, wenn der Vater oder die Mutter nicht zu Hause ist und stattdessen immer mehr Zeit im Spielcasino oder am Geldspielautomat verbringt. Angehörige erleben diesen Rückzug der spielsüchtigen Person meist als Kränkung und Abwertung – dem bzw. der anderen scheint das Glücksspiel mehr zu bedeuten als beispielsweise die gemeinsam verbrachte Zeit. Es kann viele Jahre dauern, bis Angehörige verstehen bzw. akzeptieren können, dass der oder die andere glücksspielsüchtig ist. Durch diese Einsicht kann das Verhalten des Spielers bzw. der Spielerin – zum Beispiel die häufigen Lügen – dann neu eingeordnet werden.
  • wenn es einfach weh tut, zu erleben, wie ein geliebter Mensch die Kontrolle über sein Leben verliert. Viele Angehörige von Glücksspielsüchtigen berichten aber auch von Wut- und Angstgefühlen, die sie oft mit niemandem teilen können. Ebenso empfinden sie häufig Scham – zum Beispiel wegen der finanziellen Situation der Familie oder der häufigen Abwesenheit des Partners bzw. der Partnerin. Aus diesem Grund versuchen sie häufig, die Glücksspielsucht des anderen zu verbergen und tragen damit ungewollt zu einer Stärkung des süchtigen Verhaltens bei.

Spielsucht – was Angehörige tun können

Oft fühlen sich Angehörige von Menschen mit Glücksspielproblemen isoliert und scheuen sich, mit anderen über ihre Probleme zu sprechen. Viele wissen auch nicht, welche Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen und worin erste Schritte in Richtung einer Verbesserung ihrer Situation bestehen könnten. Bewährte Tipps und Empfehlungen finden Sie unter Was kann ich tun?... Liegt der Kern der Problematik zudem im Bereich der Sportwetten, haben wir hierzu außerdem spezielle Tipps für Angehörige für Sie aufbereitet.