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Schutz vor illegalem Glücksspiel: Eine neue Broschüre klärt auf

Haben Sie schon einmal online an einem Glücksspiel teilgenommen? Falls ja: Handelte es sich dabei um ein legales Glücksspielangebot? Und wie lässt sich überhaupt erkennen, ob ein Online-Glücksspiel in Deutschland zugelassen ist oder nicht? Eine kürzlich veröffentlichte Broschüre der Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) beantwortet diese und andere Fragen.

Was illegales Glücksspiel so riskant macht

Illegale Glücksspielangebote locken häufig mit besonders hohen Gewinnversprechen, günstigen Quoten, schnellen Auszahlungen oder einem „Extra-Bonus“. Das Problem: Diese Angebote entziehen sich den in Deutschland geltenden gesetzlichen Vorgaben zum Spielerschutz. Das bedeutet, dass zentrale Schutzmechanismen fehlen – etwa Einsatz- und Verlustlimits, verlässliche Identitätsprüfungen der Spielenden und (ganz wichtig): der Anschluss an das Spielerschutzsystem OASIS. Hinzu kommt: Bei illegalen Anbietern besteht ein erhöhtes Risiko für Betrug. Gewinne werden möglicherweise nicht ausgezahlt und persönliche Daten können missbraucht werden. Anders als bei legalen Angeboten gibt es keinen verlässlichen rechtlichen Rahmen, auf den sich Spielende im Konfliktfall berufen können. Besonders gefährdet durch illegale Glücksspielangebote sind Menschen, die bereits Schwierigkeiten mit dem Spielen haben.

Woran sich illegale Angebote erkennen lassen

Illegale Online-Glücksspielangebote lassen sich für die meisten Menschen nicht sofort erkennen. Wenn der Wunsch zu spielen stark ist, fällt es nochmal schwerer, Angebote kritisch zu prüfen und genauer hinzusehen. Dennoch gibt es typische Hinweise, die aufmerksam machen können. Eine im vergangenen Dezember erschienene Broschüre der Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) bietet hier eine hilfreiche Orientierung. Sie erklärt, wie legale und illegale Angebote unterschieden werden können.
Ein zentraler Hinweis ist das Fehlen einer deutschen Erlaubnis. Legale Anbieter müssen auf ihrer Website angeben, dass sie über eine entsprechende Lizenz verfügen. Auch ein unvollständiges oder fehlendes Impressum sowie unklare Angaben zu Betreiber oder Unternehmenssitz können ein Warnsignal sein.

Weitere Auffälligkeiten betreffen die Struktur und Gestaltung der Angebote: Häufig nutzen illegale Anbieter ausländische Domains oder ungewöhnliche Endungen. Zudem fehlen oft wichtige Schutzmaßnahmen – etwa eine verlässliche Alters- und Identitätsprüfung. Auch Informationen zu Einsatz- oder Auszahlungslimits oder zum Spielersperrsystem OASIS sind bei illegalen Angeboten nicht vorhanden. Unklare Teilnahmebedingungen oder widersprüchliche Angaben können zusätzlich darauf hinweisen, dass es sich um ein nicht-reguliertes Angebot handelt.

Ein sicheres Kriterium bietet die sogenannte Whitelist. Dort sind alle in Deutschland erlaubten Online-Glücksspielanbieter aufgeführt. Wer unsicher ist, kann hier überprüfen, ob ein Angebot tatsächlich zugelassen ist.

Informiert handeln und Unterstützung nutzen

Unsere Empfehlung für alle, die im Internet Glücksspiele spielen, liegt auf der Hand: Prüfen Sie jeweils anhand der genannten Kriterien, ob es sich um ein legales Glücksspielangebot handelt – und meiden Sie alle nicht in Deutschland zugelassene Angebote. Besser noch: Schauen Sie zuvor auf die Whitelist der GGL.

Gleichzeitig gilt: Auch legale Glücksspielangebote können süchtig machen. Gerade online ist Spielen jederzeit möglich – schnell, bequem und oft ohne große Hürden. Durch die raschen Spielabläufe und unmittelbaren Rückmeldungen kann man leicht länger dabeibleiben, als ursprünglich geplant. Außerdem wirken Einsätze und Verluste am Bildschirm oft weniger „real“ als Bargeld, was es schwieriger macht, den Überblick zu behalten. Wenn Sie merken, dass das Spielen immer mehr Raum einnimmt oder belastend wird, sollten Sie innehalten und sich Unterstützung suchen.
Die Broschüre der GGL finden Sie hier.

Quelle:
Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL). (2025). Illegales Glücksspiel im Internet: Erkennen, vermeiden, melden. https://www.gluecksspiel-behoerde.de