Was sind Glücksspiele?

Glücksspiele sind dadurch gekennzeichnet, dass dabei

  • um Geld bzw. Vermögenswerte gespielt wird und
  • der Spielausgang allenfalls geringfügig durch das eigene Können oder die Konzentration des Spielenden beeinflusst werden kann. Das Glück – anders ausgedrückt der Zufall – entscheidet darüber, ob jemand gewinnt oder nicht.

Spiele wie zum Beispiel Schach oder Dart sind in hohem Maße vom Geschick der Spielerinnen und Spieler abhängig und zählen deshalb nicht zu den Glücksspielen.


Ein großer Anteil der eingesetzten Geldbeträge fließt an die Glücksspielindustrie. Bei Geldspielautomaten in Spielhallen und Gaststätten liegt dieser Prozentsatz etwa bei 40 % (vgl. BZgA, www.spielenmitverantwortung.de).

WDefinition Glücksspieler also regelmäßig spielt und dabei Geld einsetzt, hat somit in diesem Sinne bereits automatisch verloren – denn ein fester Anteil des Spieleinsatzes steht als Gewinn der Glücksspielanbieter bereits fest.

Der Umsatz der Automatenindustrie beispielsweise ist beträchtlich – im Jahr 2008 setzten die Automatenaufsteller über drei Milliarden Euro um (Bunke, 2009).

Im juristischen Sinne handelt es sich bei Spielen an Geldspielautomaten nicht um Glücksspiele, sondern um so genanntes „gewerbliches Spiel“, das über die Gewerbeordnung reguliert wird (Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, BMWi), siehe auch Rechtliche Hintergründe.